Rhein-Reise

RheinBurgenWeg

Rheinschreiber hat den Selbsttest gewagt und ist auf die anderen Rheinseite geschippert. Also vom Rheinsteig rüber auf den RheinBurgenWeg zum Wandern. Ob es dort auch so schön ist wie auf dem Rheinsteig? Da schauen wir mal.
In Trechtingshausen geht es los:

 
Aha, "Morgenbachtal"  heißt es hier also ... wo geht es denn da lang?


"Holla die Waldfee", dieser Weg macht Laune. Am Wegesrand stehen Mauern:

 
und eine Burg lugt durch die frühlingsbedingt ausschlagenden Bäume:
 
 
 
Ganz "nebenbei" plätschert der Morgenbach gemütlich dahin: 
 
 
Ein Brückelchen darf natürlich nicht fehlen:
 

Und ein Knusperhäuschen auch nicht:


Aber ich glaube kaum, dass hier eine Hexe wohnt, schließlich sind wir nicht in einem Märchen. Oder etwas doch?



Der "Eselspfad" schlängelt sich durch einen wahrlich märchenhaften Wald den Berg hinauf. An einem bärtigen Riesen vorbei:

 
Ob hier nicht auch die Zwerge zu Hause sind?
 
 
Mit diesem Rhein+Burg Blick werde ich belohnt, als ich oben ankomme:
 
 
Hier oben gibt es noch mehr von dieser traumhaften Aussicht (ob der Riese diesen Baum umgeworfen hat?):
 
 
Doch der Weg führt weiter und ich muss weitergehen. Wo er nur hinführt?  


 
 
Die Feen haben hier sicher noch etwas zu besprechen, so mach ich mich gleich weiter, denn schließlich will ich nicht stören.
 
 
Für mich ist an anderer Stelle ein Plätzchen reserviert:
 
 
Ein Plätzchen mit Weitblick, von dem die Genussliga so sehr schwärmt:
 
 
Für den durstigen Wanderer gibt es in der Waldgaststätte Schweizer Haus das eine oder andere Gläschen. Ich habe dort sogar Kuchen gesichtet.  
 
 
Auf dem Weg entdecke ich eine historische Darstellung des Rheinlebens. Ein Pferdeleben auf dem Leinpfad war sicher anstrengend:
 
 
Dass dieser Ort nicht immer ein friedlicher ist, beweist dieses Schild am Wegesrand mit der Aufschrift: "Andenken an den durch ruchlose Hand am 25.IV.1920 erschossenen Förster Peter Dämmel. Forsthaus Heiligkreuz. Gewidmet von seinen Kollegen des Lokalvereins Rheinhessen."
 
 
Nichts wie weg hier, doch ... der Weg ist versperrt. War das der Riese oder die ruchlose Hand?
 
 
Wer wissen will, wie der Weg weitergeht, sollte diese märchenhafte Wanderung von Trechtignshausen über den Eselspfad zum Schweizer Haus und von dort hinunter nach Bingen nicht verpassen. Es lohnt sich allemal und ganz sicher zu jeder Jahreszeit.
Viel Spaß wünscht euch,
Rheinschreiber
 
 
  





Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

 
 

The German Wanderlust "The Rhine": Eine BBC-Dokumentation. Viel Spaß!
Teil 1:



Teil: 2



Vielleicht wurde die "German Wanderlust" sogar am Rhein geboren? Es würde mich nicht wundern! Wer sich schon einmal auf eine Wanderung entlang des Rheinsteigs gemacht hat, weiß, was ich meine. Und diejenigen, die noch keine Gelegenheit hatten, sei dieses Erlebnis wärmstens ans Herz gelegt. Diese Landschaft ist für mich nicht nur einfach schön, sie ist ein Ort der Mythen, Legenden und uralten Geschichten. Und wer zu Fuß unterwegs ist, langsam, nur im Rhythmus seines Herzschlags, ohne Hetze und Hektik des Alltags, spürt diese Atmosphäre des Geheimnisvollen, die hinter jeder Wegbiegung, auf jeder Klippe, hinter den dicken Mauern der Burgen, in den Wäldern und Ortschaften, ja sogar im Rhein selbst liegt.




Mondscheinwanderung auf dem Rheinsteig

Am 16.07.2011 fand eine Mondscheinwanderung auf dem Rheinsteig statt. „Mondscheinwanderung?“, dachte ich mir zunächst, „mitten in der Nacht durch die Weinberge stolpern? Wie, wo, was?“ Aber was nutzen all die Fragen, ausprobieren heißt die Devise! Also nichts wie rein in die bequemen Schuhe und los geht‘s.
Treffpunkt war der Bahnhof in Assmannshausen. 20.11 Uhr Abfahrt mit dem Zug zum Nachbarort Lorch am Rhein. Von Lorch ging es den 13 km langen Wanderweg hoch auf den Rheinsteig wieder zurück nach Assmannshausen. Die Aussicht auf das Rheintal kann man eigentlich nicht beschreiben, man muss das selbst sehen. Ich sage nur: "Atemberaubend!" Unser Rheinsteigführer hatte sich für diesen Abend aber etwas ganz besonderes einfallen lassen. So gab es bei den Pausen zwischendurch immer eine Rheinlegende aus ur-, uralten Zeiten zu hören. So lauschten wir bei einsetzender Dämmerung der Sage von der Teufelsleiter vom Nollich, der Legende von den sieben Jungfrauen auf der Schönburg und dem Bericht von der Brautwerbung auf Burg Rheinstein. Bei der vorletzten Pause, als im Wald schon stockfinstere Nacht herrschte, bekamen wir die Geschichte der Loreley erzählt und wie sie bis heute die Schiffe vom Kurs abhält. All diese Geschichten, all diese Burgen, all diese Ruinen, sie sind alle so echt, so alt, so tief verwurzelt in dieser Landschaft. Danach ging es auf dem schmalen Felsenpfad durch die Dunkelheit weiter. Am letzten Stopp gegen 24.00 Uhr bekamen wir in der Rotweinlaube hoch über Assmannshausen ein kühles Gläschen Sekt.

Es war ein tolles Erlebnis und eine sehr gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an unseren Mittelrhein Gästeführer.




Blick über das Rheintal bei Dämmerung

Burg Rheinstein gegen 24 Uhr: