Mittwoch, 17. April 2013

The Next Big Thing Blog Hop



The Next Big Thing Blog Hop ist eine Möglichkeit für Autoren (in der ganzen Welt) zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten. Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnen sie die Person, die sie vorgeschlagen hat, und nennen selbst Autoren/Autorinnen, die als Nächstes die Fragen beantworten.

Ich habe die Einladung von Ingrid Glomp bekommen. Sie ist Journalistin, Schreibdozentin, Sachbuch- und Krimiautorin. Hier geht es zu ihrer Seite: http://igkrimis.wordpress.com/ 

Hier die 10 Fragen und meine Antworten:

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Die Hundertjährige, die aus dem Fenster fiel und liegen blieb

Woher kam die Idee für das Buch?

Die Geschichten wachsen in mir, ohne, dass ich benennen könnte, woher sie gekommen sind. Es ist eine Mischung aus Lebenserfahrung und dem, was aktuell um mich herum passiert. Momentan habe ich den großen Wunsch, Menschen das Leben mit Humor zu bereichern. Denn Lachen tut uns allen gut.

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Krimikomödie

Wie lautet die Einsatzzusammenfassung Ihres Buches?
Der Lebemann Leo Muno sucht im idyllischen Rheingau Zuflucht vor der Motorradgang "Sons of Fury, doch statt Wein, Weib und Gesang trifft er auf sieben kämpferische Senioren, die ihn für ihre Zwecke einspannen.
Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Sie sollen sich alle um eine Rolle reißen ;-)

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Ich bin für beide Wege offen, da ich beide Möglichkeiten schon erprobt habe. Um ehrlich zu sein, bin ich noch nicht schlüssig, welchen Weg ich mit meinem neuen Projekt gehen werde.
Denn jede der beiden Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile. Was ich am Selfpublishing besonders schätze, ist, dass ich die volle Verantwortung und natürlich auch die volle Kontrolle (auch über die Einnahmen) übernehmen kann. Ich kann außerdem schneller und flexibler auf Leserwünsche eingehen.
Was ich an einem Agenten bzw. einem Verlagspartner schätze, ist, dass sie mir einiges an Arbeit abnehmen und Branchenkenner sind. Ich mag es außerdem sehr, im Team auf ein Ziel hin zu arbeiten.


Die Nachteile des Selfpublishings ist, dass ich mich nicht nur auf das Schreiben fokussieren kann. Publizieren kostet Zeit, Geld und Kraft. Das ist Fakt. Der Nachteil eines Verlages ist, dass man als „querfinanzierter Autor“ in der dritten oder vierten Reihe nur wahrgenommen wird, wenn man das Marketing selbst in die Hand nimmt. Was ja auch wiederum Zeit, Geld und Kraft kostet. Außerdem muss man natürlich je nach Vertrag seine Rechte an den Verlag abtreten. 

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Bin gerade am ersten Entwurf dran. Um in Sachen witziges Schreiben professioneller zu werden, habe ich Ende Mai die Bastei-Lübbe-Academy besucht.

Foto: Anne-Kathrin Schwarz

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Meine Geschichten sind immer eine Mischung aus dem, was ich selbst bewundere und dem, was in mir selbst ist. Ich setze mich nicht mit dem Ziel hin, z.B. ein Buch wie Agatha Christie zu schreiben.
Meine Vorbilder in Sachen Humor sind aber auf jeden Fall folgende (In alphabetischer Reihenfolge):

Asterix (Historie + Sozialkritik + Humor)
Charly Chaplin (Slapstick + Gesellschaftskritik) Tommy Jaud (Seine Unglückraben, die mit großem Geschick ihre Haut retten)David Safier (Seine unglaublich originellen Geschichten)Kerstin Gier (Ihre lockere Schreibweise) Loriot (Gesellschaftskritik + hohe Kunst des Humors) Monty Python (Schwarzer Humor, Parodie, Sarkasmus) Otto (Unglaubliche Pointen und Wendungen, intelligenter als gedacht) Tim und Struppi (Abenteuer + Action + Humor)
und, und, und ...  
 

Man nehme all das, gebe einen Krimiplot und einen Detektiv dazu, der vom Ermitteln nicht die leiseste Ahnung hat, schüttle alles kräftig durch und tatata! 

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Lokalkolorit (Rheingau) mit Bildungshäppchen gepaart mit Spannung. Spannung ist eine ganz wichtige Zutat in meinen Büchern. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als langweilig erzählte Geschichten.

Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Aber Klar! Freue mich sehr auf die Antworten meiner geschätzten Kolleginnen und Kollegen Auerbach & Keller, Bernd Köstering, Michael Kibler, die ich jeden zweiten Dienstag im Monat beim Treffen von Dostojewskis Erben in der Villa Clementine in Wiesbaden treffen darf.